3000% Rendite auf mein Depot?!

3000% Rendite auf mein Depot?!

Unser Sparbuch hat ausgedient. Zumindest, was die Vermehrung unseres Kapitals angeht. Wertzuwachs durch Zinsen gleich Null. Mittlerweile erheben einige Banken bereits auch schon bei kleinem Ersparten Negativzinsen, netter umschrieben “Verwahrentgelte”.

Neben dem Verwahrentgelt von meist 0,5 % schlägt derzeit zusätzlich noch die Inflation mit ca. 5 % durch. Das Ergebnis: Jeder Sparer/Anleger, der aktuell sein Geld, unter Abzug einer liquiden Sicherheitsreserve, auf seinem Konto liegen lässt, wird täglich ein Stück weit ärmer. Das spürt man zwar nicht sofort, zeitversetzt dann aber auf jeden Fall.

Nach alter Tradition

Studien zeigen, dass die Deutschen in Geldangelegenheiten in der Regel eher vorsichtig und risikoavers agieren. Dafür gibt es sicher viele Gründe. Einer ist, dass das Wissen rund um die Geldanlage bei der Mehrzahl der Menschen eher rudimentär ausgeprägt ist und man es sich nicht zutraut, für sein eigenes Geld eine passende Anlagemöglichkeit zu finden. Ein anderer Grund ist, dass wir früher immer gelernt haben, dass unsere regionalen Banken viel besser wissen, was wir mit unserem Geld machen sollen, als wir das überhaupt je könnten. Geht es nach den Banken, soll dieser Zustand immer noch aufrechterhalten werden. Dafür gibt es Fonds mit tollen Namen, die direkt oder mit Einmalbeiträgen bespart werden können. Scheinbare Sicherheit, denn es steht ja ein „großer“ Name dahinter.

Die schöne heile Welt bleibt erhalten, solange sich die Märkte nach oben bewegen. Bewegen sie sich nach unten, sind natürlich alle Fonds mit von der Partie. Nach und nach wird den Menschen allerdings klar, dass man sich immer die Frage nach der Rendite stellen muss. Lässt man sich hierzu die Kostenaufstellungen von seiner Bank geben, wird einem angst und bange. Es gibt sogar Autoren, die das als modernes Raubrittertum bezeichnen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt

Kommen wir aber zum zentralen Punkt: das Wissen rund um den Kapitalmarkt. Wer sich von seinen Bankberatern lösen (und das ist lt. der Studie „Börseninvestments 2021 – Neue Generation der Selbstentscheider auf der Suche nach Lösungen“ die Mehrheit der Menschen) und seine Investments selbst in die Hand nehmen möchte, der muss sich ein gewisses Grundwissen aneignen. Hierfür gibt es bereits hervorragende Tools und Apps, die sowohl einen Newbie Anleger als auch einen erfahrenen Investor an die Hand nehmen. Schnell wird der Investor über ein vernünftiges Onboarding zu einem für ihn passenden Portfolio finden. Der Anleger sollte sich dann ein wenig Zeit geben, um die Entwicklung zu beobachten und ggf. weitere mögliche „virtuelle“ Portfolios selbst zusammenstellen. Erst wenn er sich sicher fühlt, sollte er sich die Wertpapiere idealerweise im gleichen System kaufen.

Natürlich kann kein System der Welt vorhersagen, wie sich das Depot des Anlegers entwickeln wird, aber es gibt Möglichkeiten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Denn das hilft Entscheidungen für die Zukunft besser vorbereiten zu können. Auch wird es einem zeigen, wie gut oder schlecht die bisherigen Anlagen abgeschnitten haben. Da wird man überrascht sein und feststellen, dass die meisten Standard Fonds der Banken nicht in der Lage waren, den weltweiten Aktien Index MSCI World zu schlagen. Wenn zu der schlechteren Performance dann noch eine deutlich höhere Kostenstruktur kommt, ist die Rendite in der Regel deutlich schlechter.

Sich mit dem Kapitalmarkt auseinanderzusetzen kostet Zeit. Die Zeit sollte sich jedoch jeder nehmen. Die eigenen Finanzen haben mindestens so viel Aufmerksamkeit verdient wie die aufwendige Planung des nächsten Jahresurlaubs.

Wir präsentieren: Backtesting

Nun aber zu unserer Frage, ob ein Portfolio mit 3000 % in 10 Jahren Realität sein kann. Ja, das kann es, aber nur wenn der Anleger zum echten Selbstentscheider wird.

Um festzustellen, ob eine Investmententscheidung, die man heute trifft, auch vor 10 Jahren gut gewesen wäre, muss der Anleger ein Backtesting ausführen. Das heißt, ein Wertpapierportfolio wird bis zu 10 Jahre zurückgefahren und es wird simuliert, was man mit dem gleichen Investitionsbetrag, mit den gleichen Wertpapieren und in der gleichen Aufteilung bis zum heutigen Tag erworben hätte. Hierbei werden alle Dividenden, Splits oder sonstige Ereignisse im Zeitverlauf berücksichtigt.

Aus den Ergebnissen kann man Rückschlüsse ziehen, die ohne Backtesting nicht möglich wären. Anbei ein Muster-Portfolio, welches am 25. März 2022 angelegt wurde und am 30. März auf 10 Jahre zurück getestet wird. Das Portfolio wurde am 25.März mit € 60.000,- angelegt.

Und das Ergebnis am 30. März wäre bei einer Rückschau von 10 Jahren:

Wenn sich der Anleger diese massive Wertsteigerung auf € 1.905.063,30 ansieht, dann ist zu erkennen, dass die Gewinne im Wesentlichen aus der Wertsteigerung eines einzelnen Titels resultieren, was eher die Ausnahme ist und natürlich auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Aber es ist möglich! Viel wichtiger ist an der Stelle die Erkenntnis, dass der oben genannte MSCI Index alle anderen Aktien, von denen man gemeint hat, dass es sich dabei um renditeträchtige Werte handelt, sehr weit hinter sich gelassen hat. Das sollte für den Investment Newbie doch den nötigen Anreiz liefern, sich etwas genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen und loszulegen.  

Die Herangehensweise einer eigenen Anlagestrategie sollte immer mit passenden Tools unterstützt werden, damit man das Hamsterrad der Unwissenheit verlassen und sich als „Selbst-Vorsorger“ endlich um seine eigene Anlageentscheidungen kümmern kann. Zeit wird’s!

3000% Rendite auf mein Depot?!

Unser Sparbuch hat ausgedient. Zumindest, was die Vermehrung unseres Kapitals angeht. Wertzuwachs durch Zinsen gleich Null. Mittlerweile erheben einige Banken bereits auch schon bei kleinem Ersparten Negativzinsen, netter umschrieben “Verwahrentgelte”.

Neben dem Verwahrentgelt von meist 0,5 % schlägt derzeit zusätzlich noch die Inflation mit ca. 5 % durch. Das Ergebnis: Jeder Sparer/Anleger, der aktuell sein Geld, unter Abzug einer liquiden Sicherheitsreserve, auf seinem Konto liegen lässt, wird täglich ein Stück weit ärmer. Das spürt man zwar nicht sofort, zeitversetzt dann aber auf jeden Fall.

Nach alter Tradition

Studien zeigen, dass die Deutschen in Geldangelegenheiten in der Regel eher vorsichtig und risikoavers agieren. Dafür gibt es sicher viele Gründe. Einer ist, dass das Wissen rund um die Geldanlage bei der Mehrzahl der Menschen eher rudimentär ausgeprägt ist und man es sich nicht zutraut, für sein eigenes Geld eine passende Anlagemöglichkeit zu finden. Ein anderer Grund ist, dass wir früher immer gelernt haben, dass unsere regionalen Banken viel besser wissen, was wir mit unserem Geld machen sollen, als wir das überhaupt je könnten. Geht es nach den Banken, soll dieser Zustand immer noch aufrechterhalten werden. Dafür gibt es Fonds mit tollen Namen, die direkt oder mit Einmalbeiträgen bespart werden können. Scheinbare Sicherheit, denn es steht ja ein „großer“ Name dahinter.

Die schöne heile Welt bleibt erhalten, solange sich die Märkte nach oben bewegen. Bewegen sie sich nach unten, sind natürlich alle Fonds mit von der Partie. Nach und nach wird den Menschen allerdings klar, dass man sich immer die Frage nach der Rendite stellen muss. Lässt man sich hierzu die Kostenaufstellungen von seiner Bank geben, wird einem angst und bange. Es gibt sogar Autoren, die das als modernes Raubrittertum bezeichnen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt

Kommen wir aber zum zentralen Punkt: das Wissen rund um den Kapitalmarkt. Wer sich von seinen Bankberatern lösen (und das ist lt. der Studie „Börseninvestments 2021 – Neue Generation der Selbstentscheider auf der Suche nach Lösungen“ die Mehrheit der Menschen) und seine Investments selbst in die Hand nehmen möchte, der muss sich ein gewisses Grundwissen aneignen. Hierfür gibt es bereits hervorragende Tools und Apps, die sowohl einen Newbie Anleger als auch einen erfahrenen Investor an die Hand nehmen. Schnell wird der Investor über ein vernünftiges Onboarding zu einem für ihn passenden Portfolio finden. Der Anleger sollte sich dann ein wenig Zeit geben, um die Entwicklung zu beobachten und ggf. weitere mögliche „virtuelle“ Portfolios selbst zusammenstellen. Erst wenn er sich sicher fühlt, sollte er sich die Wertpapiere idealerweise im gleichen System kaufen.

Natürlich kann kein System der Welt vorhersagen, wie sich das Depot des Anlegers entwickeln wird, aber es gibt Möglichkeiten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Denn das hilft Entscheidungen für die Zukunft besser vorbereiten zu können. Auch wird es einem zeigen, wie gut oder schlecht die bisherigen Anlagen abgeschnitten haben. Da wird man überrascht sein und feststellen, dass die meisten Standard Fonds der Banken nicht in der Lage waren, den weltweiten Aktien Index MSCI World zu schlagen. Wenn zu der schlechteren Performance dann noch eine deutlich höhere Kostenstruktur kommt, ist die Rendite in der Regel deutlich schlechter.

Sich mit dem Kapitalmarkt auseinanderzusetzen kostet Zeit. Die Zeit sollte sich jedoch jeder nehmen. Die eigenen Finanzen haben mindestens so viel Aufmerksamkeit verdient wie die aufwendige Planung des nächsten Jahresurlaubs.

Wir präsentieren: Backtesting

Nun aber zu unserer Frage, ob ein Portfolio mit 3000 % in 10 Jahren Realität sein kann. Ja, das kann es, aber nur wenn der Anleger zum echten Selbstentscheider wird.

Um festzustellen, ob eine Investmententscheidung, die man heute trifft, auch vor 10 Jahren gut gewesen wäre, muss der Anleger ein Backtesting ausführen. Das heißt, ein Wertpapierportfolio wird bis zu 10 Jahre zurückgefahren und es wird simuliert, was man mit dem gleichen Investitionsbetrag, mit den gleichen Wertpapieren und in der gleichen Aufteilung bis zum heutigen Tag erworben hätte. Hierbei werden alle Dividenden, Splits oder sonstige Ereignisse im Zeitverlauf berücksichtigt.

Aus den Ergebnissen kann man Rückschlüsse ziehen, die ohne Backtesting nicht möglich wären. Anbei ein Muster-Portfolio, welches am 25. März 2022 angelegt wurde und am 30. März auf 10 Jahre zurück getestet wird. Das Portfolio wurde am 25.März mit € 60.000,- angelegt.

Und das Ergebnis am 30. März wäre bei einer Rückschau von 10 Jahren:

Wenn sich der Anleger diese massive Wertsteigerung auf € 1.905.063,30 ansieht, dann ist zu erkennen, dass die Gewinne im Wesentlichen aus der Wertsteigerung eines einzelnen Titels resultieren, was eher die Ausnahme ist und natürlich auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Aber es ist möglich! Viel wichtiger ist an der Stelle die Erkenntnis, dass der oben genannte MSCI Index alle anderen Aktien, von denen man gemeint hat, dass es sich dabei um renditeträchtige Werte handelt, sehr weit hinter sich gelassen hat. Das sollte für den Investment Newbie doch den nötigen Anreiz liefern, sich etwas genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen und loszulegen.  

Die Herangehensweise einer eigenen Anlagestrategie sollte immer mit passenden Tools unterstützt werden, damit man das Hamsterrad der Unwissenheit verlassen und sich als „Selbst-Vorsorger“ endlich um seine eigene Anlageentscheidungen kümmern kann. Zeit wird’s!

Nächsten Beitrag lesen

This is some text inside of a div block.
Jahresausblick 2022Jahresausblick 2022
23
December
2021
News
Image
Klima goes BörseKlima goes Börse
17
November
2021
News
Image
Oktober-Crash voraus?Oktober-Crash voraus?
14
October
2021
News
Image
Ihr habt geantwortetIhr habt geantwortet
13
September
2021
Wissen
Image