Aktien als Inflationsschutz für Sparer?

Aktien als Inflationsschutz für Sparer?

Ukraine-Krieg, Lieferkettenprobleme, Lockdowns… und die Inflation geht durch die Decke. 7,9% in Deutschland, 8,1% in der EU, 8,6% in den USA. Hierzulande ändern (bislang) weder Tankrabatt noch steigende Zinsen etwas am Preisauftrieb. Geld verliert bei hoher Inflation an Wert, weil man immer weniger dafür kaufen kann. Das gilt auch für Bankguthaben: kaum geht die Phase der Negativzinsen endlich zu Ende, da sorgt der Inflationshammer für Schweißausbrüche unter den Sparern. Was also tun, um sein Erspartes in Sicherheit zu bringen? 

„Anlegen ist das neue Sparen“ - diese Erkenntnis ist nicht neu. Investitionen in Sachwerte verfügen dabei über die besten Chancen, um der Inflation zu entkommen. Nichts bietet sich da mehr an als eine Beteiligung an Unternehmen mittels Aktien. Hört sich logisch an, funktioniert im Moment aber leider nicht. Warum?

Damit die Formel „Inflationsschutz durch Aktien“ aufgeht, muss die mit Aktieninvestments erzielte Rendite höher ausfallen als die Inflation. Das hat in der Vergangenheit auch ziemlich gut funktioniert: wer beispielsweise in den vergangenen 25 Jahren in den Dax investiert hat, konnte sich über eine Rendite pro Jahr in Höhe von 8,5% freuen. Im gleichen Zeitraum lag die Inflationsrate bei durchschnittlich 1,3%. Je nach gewähltem Index konnten Anleger in der Vergangenheit so eine reale Rendite von sieben bis zwölf Prozent im Jahr erzielen. Wer „nur“ reale 7% erzielte, machte aus 1.000 € immerhin 5.427 € in 25 Jahren. Das ist beeindruckend.

Schwache Märkte plus hohe Inflation

Nun ist es im aktuellen Marktumfeld aber so, dass die Aktienmärkte schwächeln und die Inflation gleichzeitig Rekordstände erreicht. Ein schneller Trendwechsel ist nicht in Sicht und hat zur Konsequenz: mit Aktien können sich Anleger auf kurze Sicht nicht gegen Inflationsrisiken absichern. 

Also haben Aktien ihren „Zauber“ verloren? Falsch. Die Schlüsselworte lauten „auf kurze Sicht“. Die Börsen sind aktuell extrem pessimistisch und haben sehr viel an negativen Entwicklungen vorweggenommen. Mit einem schnellen Ende der aktuellen Baisse ist auch nicht zu rechnen, zu lang ist die Liste der Belastungsfaktoren. Aber: „vor dem Morgen ist die Nacht am dunkelsten“. Nach den Rückschlägen in den vergangenen Monaten sind viele Aktien wieder zu sehr attraktiven Preisen zu haben. Das perfekte Timing für den Wiedereinstieg ist zudem ohnehin nicht vorhersagbar. Wer einen entsprechend langen Anlagehorizont hat, muss sich hierüber aber auch gar nicht so viele Gedanken machen. Die Vergangenheit lehrt: Wer den entsprechenden Weitblick mitbringt, kann darauf setzen, dass Anleger für Aktieninvestments bei gleichzeitig moderater Inflation mit einer ansehnlichen Realrendite belohnt werden.


Aktien als Inflationsschutz für Sparer?

Ukraine-Krieg, Lieferkettenprobleme, Lockdowns… und die Inflation geht durch die Decke. 7,9% in Deutschland, 8,1% in der EU, 8,6% in den USA. Hierzulande ändern (bislang) weder Tankrabatt noch steigende Zinsen etwas am Preisauftrieb. Geld verliert bei hoher Inflation an Wert, weil man immer weniger dafür kaufen kann. Das gilt auch für Bankguthaben: kaum geht die Phase der Negativzinsen endlich zu Ende, da sorgt der Inflationshammer für Schweißausbrüche unter den Sparern. Was also tun, um sein Erspartes in Sicherheit zu bringen? 

„Anlegen ist das neue Sparen“ - diese Erkenntnis ist nicht neu. Investitionen in Sachwerte verfügen dabei über die besten Chancen, um der Inflation zu entkommen. Nichts bietet sich da mehr an als eine Beteiligung an Unternehmen mittels Aktien. Hört sich logisch an, funktioniert im Moment aber leider nicht. Warum?

Damit die Formel „Inflationsschutz durch Aktien“ aufgeht, muss die mit Aktieninvestments erzielte Rendite höher ausfallen als die Inflation. Das hat in der Vergangenheit auch ziemlich gut funktioniert: wer beispielsweise in den vergangenen 25 Jahren in den Dax investiert hat, konnte sich über eine Rendite pro Jahr in Höhe von 8,5% freuen. Im gleichen Zeitraum lag die Inflationsrate bei durchschnittlich 1,3%. Je nach gewähltem Index konnten Anleger in der Vergangenheit so eine reale Rendite von sieben bis zwölf Prozent im Jahr erzielen. Wer „nur“ reale 7% erzielte, machte aus 1.000 € immerhin 5.427 € in 25 Jahren. Das ist beeindruckend.

Schwache Märkte plus hohe Inflation

Nun ist es im aktuellen Marktumfeld aber so, dass die Aktienmärkte schwächeln und die Inflation gleichzeitig Rekordstände erreicht. Ein schneller Trendwechsel ist nicht in Sicht und hat zur Konsequenz: mit Aktien können sich Anleger auf kurze Sicht nicht gegen Inflationsrisiken absichern. 

Also haben Aktien ihren „Zauber“ verloren? Falsch. Die Schlüsselworte lauten „auf kurze Sicht“. Die Börsen sind aktuell extrem pessimistisch und haben sehr viel an negativen Entwicklungen vorweggenommen. Mit einem schnellen Ende der aktuellen Baisse ist auch nicht zu rechnen, zu lang ist die Liste der Belastungsfaktoren. Aber: „vor dem Morgen ist die Nacht am dunkelsten“. Nach den Rückschlägen in den vergangenen Monaten sind viele Aktien wieder zu sehr attraktiven Preisen zu haben. Das perfekte Timing für den Wiedereinstieg ist zudem ohnehin nicht vorhersagbar. Wer einen entsprechend langen Anlagehorizont hat, muss sich hierüber aber auch gar nicht so viele Gedanken machen. Die Vergangenheit lehrt: Wer den entsprechenden Weitblick mitbringt, kann darauf setzen, dass Anleger für Aktieninvestments bei gleichzeitig moderater Inflation mit einer ansehnlichen Realrendite belohnt werden.


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