Cyberkrieg an der Börse

Cyberkrieg an der Börse

Ob Gamestop, Blackberry oder AMC: Junge Spekulanten verabreden sich zu Flashmobs, um Aktienkurse über Broker-Apps wie Robinhood oder Trade Republic zu pushen und mit konzertierten Aktionen milliardenschwere Hedgefonds an die Wand zu drücken. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer! Börsenhandel für alle, ja. Aber so? Es wird Zeit für neue Lösungsansätze.

Flashmob-Terror an der Börse

Ob Gamestop, Blackberry oder AMC: Junge Spekulanten verabreden sich in Internetforen wie Reddit, um Aktienkurse zu pushen und mit konzertierten Aktionen milliardenschwere Hedgefonds an die Wand zu drücken. Es ist ein virtueller Flashmob, der auf diese Weise erreichen will, dass Hedgefonds, die auf fallende Kurse dieser Aktien gewettet haben, hohe Verluste erleiden. Der Kurs von Gamestop stieg zeitweise um aberwitzige 1.700 Prozent!

Broker-Apps wie Robinhood haben am Donnerstag deshalb den Handel vieler der Aktien ausgesetzt und kassieren hierfür nun massive Kritik bzw. werden verdächtigt, Kleinanleger gegenüber Wall-Street-Großinvestoren zu benachteiligen. In Deutschland ist die Smartphone-App Trade Republic zunächst unter dem Ansturm in die Knie gegangen, andere Broker hatten auch mit technischen Problemen zu kämpfen. Trade Republic hat am Donnerstag ebenfalls einige der betroffenen Aktien gesperrt – der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten.

Spiel mit dem Feuer- denn sie wissen nicht was sie tun…

Millionen kleiner Börsen-Robin-Hoods haben mit ihrer Aktion bereits beinahe die größte Hegdefonds-Pleite seit Ende der 1990er Jahre ausgelöst: Die US-Hedgefonds Citadel und Point72 mussten dem Konkurrenten Melvin Capital vor wenigen Tagen mit 2,75 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, um dessen Zusammenbruch zu verhindern. Durch die inzwischen zahlreichen geschürten Hypes bei kleinen Aktien besteht die Gefahr einer gefährlichen Kettenreaktion, die das gesamte Finanzsystem ins Wanken bringen kann. Man fühlt sich an den Beinahe-Kollaps des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) erinnert, der 1998 das globale Finanzsystem erschütterte.

Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge: Gamestop wird wohl erst der Anfang sein. Es wird weitere konzertierte Aktionen im Internet geben, die Aktienhypes auslösen. Die Zeche zahlen aber definitiv nicht nur die Hedgefonds, sondern vor allem auch ganz normale Sparer und Anleger. Wenn die Börse zu einer Gaming-Plattform für digitale Zocker verkommt, verliert der Kapitalmarkt sein Potenzial zur Lösung vieler aktueller Probleme. Im Fokus steht dann eben nicht mehr das Ziel, in gute Unternehmen zu investieren, um eine attraktive Rendite auf sein Erspartes zu erhalten und damit die eigene Altersvorsorge sicher zu stellen. Diese Entwicklung muss verhindert werden! Es muss dringend Platz für eine nachhaltige Börsenkultur geschaffen werden.

Börsenhandel für alle, Investment-Know-how für wenige

Die gute Nachricht: Tausende junge Menschen gehen endlich den Weg an die Börse. Im vergangenen Jahr war ein Zuwachs bei Depotneueröffnungen um 6,2% zu beobachten, immerhin das größte Wachstum seit 2013. Börsenanfänger sind vor allem auf den Zug der neuen, digitalen Neo- und Smartphone-Broker aufgesprungen, deren Fintech-Innovationen die wichtige „Demokratisierung des Börsenhandels“ ermöglicht: alles per App, ohne komplexe Gebühren, ohne eingestaubte Benutzeroberflächen und all das für möglichst viele Menschen. Einer neuen (digitalen) Generation, insbesondere junger Sparer und Anleger, wird so der dringend benötigte Zugang zur Börse nicht nur ermöglicht, sondern auch verlockend und spielerisch-attraktiv präsentiert. Der Handel mit Wertpapieren macht so einfach Spaß!

Die vergangenen Monate haben aber auch etwas anderes gezeigt: Nicht wenige der "Börsen-Neulinge" haben es vor allem auf den schnellen Euro abgesehen. Viel zu selten steht ein disziplinierter, strukturierter Vermögensaufbau mit Weitblick im Fokus. Anfänger agieren noch viel zu häufig ohne Plan, ohne adäquates Know-how und ohne systematische Anleitung. Bis zu den jüngsten Gamestop-Turbulenzen hat das noch keine großen Probleme verursacht, weil in einem freundlichen Börsenumfeld ohnehin (fast) jeder gewinnt. Aber die nächste Korrektur wird unweigerlich kommen, so ist Börse nun mal. Darin liegt die große Gefahr. Unrealistische Erwartungen, Halbwissen und wildes Zocken in der Hoffnung auf kurzfristige Gewinne werden zwangsläufig zur Konsequenz haben, dass die Börsen-Neulinge und Robin-Hood-Rebellen teures Lehrgeld zu bezahlen haben. Börse ist kein virtuelles Game!

Risiko entsteht immer dann, wenn Anleger nicht wissen was sie tun
WARREN BUFFET

Der finCraft-Lösungsansatz: financial empowerment

Im Kern geht es nun also darum, diese neue Generation der digitalen Selbstentscheider, die ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen, nicht nur einen (fast) kostenlosen Handel mit Wertpapieren per Smartphone zu ermöglichen (=Demokratisierung des Börsenhandels). Vielmehr muss gleichzeitig auch sichergestellt werden, dass sie eigenverantwortlich und kompetent entscheiden und investieren können (=Demokratisierung der Investmentanalyse). Nur wenn beides gelingt, findet das „financial empowerment“ statt, das diese junge Generation der neuen Börsenakteure fordert. Die finCraft-Plattform verfolgt genau dieses Ziel: Eine im gleichen Maße schnelle und einfache Investmentanalyse ermöglichen, welche die Neoinvestoren in nachhaltige, langfristig gewinnbringende Bahnen lenkt.

Cyberkrieg an der Börse

Ob Gamestop, Blackberry oder AMC: Junge Spekulanten verabreden sich zu Flashmobs, um Aktienkurse über Broker-Apps wie Robinhood oder Trade Republic zu pushen und mit konzertierten Aktionen milliardenschwere Hedgefonds an die Wand zu drücken. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer! Börsenhandel für alle, ja. Aber so? Es wird Zeit für neue Lösungsansätze.

Flashmob-Terror an der Börse

Ob Gamestop, Blackberry oder AMC: Junge Spekulanten verabreden sich in Internetforen wie Reddit, um Aktienkurse zu pushen und mit konzertierten Aktionen milliardenschwere Hedgefonds an die Wand zu drücken. Es ist ein virtueller Flashmob, der auf diese Weise erreichen will, dass Hedgefonds, die auf fallende Kurse dieser Aktien gewettet haben, hohe Verluste erleiden. Der Kurs von Gamestop stieg zeitweise um aberwitzige 1.700 Prozent!

Broker-Apps wie Robinhood haben am Donnerstag deshalb den Handel vieler der Aktien ausgesetzt und kassieren hierfür nun massive Kritik bzw. werden verdächtigt, Kleinanleger gegenüber Wall-Street-Großinvestoren zu benachteiligen. In Deutschland ist die Smartphone-App Trade Republic zunächst unter dem Ansturm in die Knie gegangen, andere Broker hatten auch mit technischen Problemen zu kämpfen. Trade Republic hat am Donnerstag ebenfalls einige der betroffenen Aktien gesperrt – der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten.

Spiel mit dem Feuer- denn sie wissen nicht was sie tun…

Millionen kleiner Börsen-Robin-Hoods haben mit ihrer Aktion bereits beinahe die größte Hegdefonds-Pleite seit Ende der 1990er Jahre ausgelöst: Die US-Hedgefonds Citadel und Point72 mussten dem Konkurrenten Melvin Capital vor wenigen Tagen mit 2,75 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, um dessen Zusammenbruch zu verhindern. Durch die inzwischen zahlreichen geschürten Hypes bei kleinen Aktien besteht die Gefahr einer gefährlichen Kettenreaktion, die das gesamte Finanzsystem ins Wanken bringen kann. Man fühlt sich an den Beinahe-Kollaps des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) erinnert, der 1998 das globale Finanzsystem erschütterte.

Diese Entwicklung gibt Anlass zur Sorge: Gamestop wird wohl erst der Anfang sein. Es wird weitere konzertierte Aktionen im Internet geben, die Aktienhypes auslösen. Die Zeche zahlen aber definitiv nicht nur die Hedgefonds, sondern vor allem auch ganz normale Sparer und Anleger. Wenn die Börse zu einer Gaming-Plattform für digitale Zocker verkommt, verliert der Kapitalmarkt sein Potenzial zur Lösung vieler aktueller Probleme. Im Fokus steht dann eben nicht mehr das Ziel, in gute Unternehmen zu investieren, um eine attraktive Rendite auf sein Erspartes zu erhalten und damit die eigene Altersvorsorge sicher zu stellen. Diese Entwicklung muss verhindert werden! Es muss dringend Platz für eine nachhaltige Börsenkultur geschaffen werden.

Börsenhandel für alle, Investment-Know-how für wenige

Die gute Nachricht: Tausende junge Menschen gehen endlich den Weg an die Börse. Im vergangenen Jahr war ein Zuwachs bei Depotneueröffnungen um 6,2% zu beobachten, immerhin das größte Wachstum seit 2013. Börsenanfänger sind vor allem auf den Zug der neuen, digitalen Neo- und Smartphone-Broker aufgesprungen, deren Fintech-Innovationen die wichtige „Demokratisierung des Börsenhandels“ ermöglicht: alles per App, ohne komplexe Gebühren, ohne eingestaubte Benutzeroberflächen und all das für möglichst viele Menschen. Einer neuen (digitalen) Generation, insbesondere junger Sparer und Anleger, wird so der dringend benötigte Zugang zur Börse nicht nur ermöglicht, sondern auch verlockend und spielerisch-attraktiv präsentiert. Der Handel mit Wertpapieren macht so einfach Spaß!

Die vergangenen Monate haben aber auch etwas anderes gezeigt: Nicht wenige der "Börsen-Neulinge" haben es vor allem auf den schnellen Euro abgesehen. Viel zu selten steht ein disziplinierter, strukturierter Vermögensaufbau mit Weitblick im Fokus. Anfänger agieren noch viel zu häufig ohne Plan, ohne adäquates Know-how und ohne systematische Anleitung. Bis zu den jüngsten Gamestop-Turbulenzen hat das noch keine großen Probleme verursacht, weil in einem freundlichen Börsenumfeld ohnehin (fast) jeder gewinnt. Aber die nächste Korrektur wird unweigerlich kommen, so ist Börse nun mal. Darin liegt die große Gefahr. Unrealistische Erwartungen, Halbwissen und wildes Zocken in der Hoffnung auf kurzfristige Gewinne werden zwangsläufig zur Konsequenz haben, dass die Börsen-Neulinge und Robin-Hood-Rebellen teures Lehrgeld zu bezahlen haben. Börse ist kein virtuelles Game!

Risiko entsteht immer dann, wenn Anleger nicht wissen was sie tun
WARREN BUFFET

Der finCraft-Lösungsansatz: financial empowerment

Im Kern geht es nun also darum, diese neue Generation der digitalen Selbstentscheider, die ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen, nicht nur einen (fast) kostenlosen Handel mit Wertpapieren per Smartphone zu ermöglichen (=Demokratisierung des Börsenhandels). Vielmehr muss gleichzeitig auch sichergestellt werden, dass sie eigenverantwortlich und kompetent entscheiden und investieren können (=Demokratisierung der Investmentanalyse). Nur wenn beides gelingt, findet das „financial empowerment“ statt, das diese junge Generation der neuen Börsenakteure fordert. Die finCraft-Plattform verfolgt genau dieses Ziel: Eine im gleichen Maße schnelle und einfache Investmentanalyse ermöglichen, welche die Neoinvestoren in nachhaltige, langfristig gewinnbringende Bahnen lenkt.

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