Dividenden als Zusatzeinkommen – auch in Pandemiezeiten

Dividenden als Zusatzeinkommen – auch in Pandemiezeiten

Wer Aktien eines Unternehmens besitzt, ist „Miteigentümer“ und wird entsprechend auch am Gewinn- und Verlust des Unternehmens beteiligt.

Jedes Unternehmen strebt an, einen Gewinn zu erwirtschaften.

Einen Teil des Gewinns nutzt es in der Regel, um in das eigene Unternehmen zu investieren. Der Rest wird an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet – für jede Aktie erhalten diese dann eine sogenannte Dividende. Dividenden sind also eine Form der Gewinnbeteiligung.

Im Durchschnitt schütten Unternehmen in Deutschland rund 40 Prozent des Gewinns als Dividende an ihre Anlegerinnen und Anleger aus. Vor der Pandemie zahlten allein die deutschen DAX-Konzerne somit über 38 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus!

Im Durchschnitt schütten Unternehmen in Deutschland rund 40 Prozent des Gewinns als Dividende aus.

Im Vergleich zu anderen Anlagealternativen resultieren hieraus gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld äußerst attraktive Renditen. Auf der Hauptversammlung des „Dividendenkönigs“ Allianz am 05. Mai werden Vorstand und Aufsichtsrat beispielsweise eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie vorschlagen. Eine Allianz-Aktie kostet aktuell etwa 219 Euro, d.h. die Dividendenrendite beträgt also satte 4,4%. Die Allianz-Aktie war in den vergangenen Monaten zudem noch deutlich günstiger zu haben, so dass – je nachdem zu welchem Preis ein Anleger eingestiegen ist – die Dividendenrendite noch deutlich höher ausfallen wird.

Kein Wunder also, dass die Erwartungen der Aktionäre an die alljährliche Dividendensaison entsprechend groß sind. Vor allem in Pandemiezeiten, in denen viele finanzielle Unsicherheiten befürchten, käme ein derartiges passives Zusatzeinkommen vielen Anlegern gerade recht. Cash, in die Haushaltskasse, als zusätzliche Sicherheit.

Dividendenausschüttungen stehen aber wie erwähnt in direktem Zusammenhang mit der Gewinnentwicklung der Unternehmen. Und hier hat die Corona-Pandemie tiefe Spuren hinterlassen: Der auf die Anteilseigner entfallene Nettogewinn aller 30 DAX-Konzerne ist 2020 nach ersten Prognosen immerhin um fast 50 Prozent eingebrochen. Was also ist von einer Dividendensaison in Pandemiezeiten zu erwarten?

Pandemie als Härtetest für die Dividendenpolitik

Die heiße Phase der diesjährigen Dividendensaison in Deutschland begann bereits am 31. März mit der Hauptversammlung von Daimler. Den Schlusspunkt setzt Volkswagen im Juli. Auch wenn die Bestmarke noch ein ganzes Stück entfernt ist, werden die 30 Dax-Unternehmen in den kommenden Wochen wieder fast 34 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten. Das wäre dann rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Auf die Aktionäre wartet also ein erfreulicher Geldregen – trotz oder gerade wegen der Pandemie!

Wer die Dividende kassieren will, muss die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung des Unternehmens kaufen und am Ende dieses Tages im Depot haben. Gezahlt wird das Geld spätestens am dritten auf die Hauptversammlung folgenden Geschäftstag. Allerdings werden an das Finanzamt (automatisch) etwa 26 Prozent an Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt, eventuell kommt Kirchensteuer dazu. Angerechnet wird der Sparerpauschalbetrag.

Dividende als Qualitätsmerkmal?

Nicht alle Unternehmen zahlen Dividenden. Viele erfolgreiche Konzerne, gerade aus dem Technologiebereich – wie z.B. Google –, behalten das Geld lieber im Unternehmen. Aus deren Sicht ist es nämlich nur dann sinnvoll, Geld an seine Anleger auszuzahlen, wenn es das Kapital selbst nicht lukrativer investieren kann, z. B. in das eigene Wachstum. Aktionäre profitieren dann vom steigenden Unternehmenswert (= steigender Aktienkurs), aber eben nicht von Dividendenausschüttungen.

Wachstumsorientierte, risikobereite Anleger verzichten deshalb gerne auf Dividenden und hoffen vielmehr auf üppige Kurssteigerungen. Für substanzwert-orientierte Investoren hingegen hat die Risikominimierung eine hohe Priorität und sie bevorzugen ein verlässliches, passives Zusatzeinkommen aus einer gleichmäßigen Gewinn- und Dividendenentwicklung. Für den Anleger bedeutet das: Um eine geeignete Anlagestrategie zu finden, musst du zuerst deine individuelle Ausgangslage klären. Welcher Anlegertyp bist du? Was sind deine Ziele? In der finCraft-Welt haben wir „Archetypen“ zur Klärung dieser Ausgangsfrage eingeführt.

Welcher Archetyp in dir steckt, erfährst du ab sofort in unserem kostenlosen Selbsttest, also klick dich rein!

Im Kern geht es darum, dieser neuen Generation der digitalen Selbstentscheider nicht nur mit kostenlosem Handel und coolen Trading-Apps endlich den Zugang zu den Börsen zu ermöglichen. Es muss gleichzeitig auch sichergestellt werden, dass sie eigenverantwortlich und kompetent entscheiden und investieren können. Die Neoinvestoren müssen in nachhaltige, langfristig gewinnbringende Bahnen gelenkt werden. Wir bei finCraft nennen das „financial empowerment“ für digitale Selbstentscheider. In anderen Worten: Auf die „Demokratisierung des Börsenhandels“ folgt die „Demokratisierung der Anlageberatung“. Dafür steht finCraft.

Dividenden als Zusatzeinkommen – auch in Pandemiezeiten

Wer Aktien eines Unternehmens besitzt, ist „Miteigentümer“ und wird entsprechend auch am Gewinn- und Verlust des Unternehmens beteiligt.

Jedes Unternehmen strebt an, einen Gewinn zu erwirtschaften.

Einen Teil des Gewinns nutzt es in der Regel, um in das eigene Unternehmen zu investieren. Der Rest wird an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgeschüttet – für jede Aktie erhalten diese dann eine sogenannte Dividende. Dividenden sind also eine Form der Gewinnbeteiligung.

Im Durchschnitt schütten Unternehmen in Deutschland rund 40 Prozent des Gewinns als Dividende an ihre Anlegerinnen und Anleger aus. Vor der Pandemie zahlten allein die deutschen DAX-Konzerne somit über 38 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus!

Im Durchschnitt schütten Unternehmen in Deutschland rund 40 Prozent des Gewinns als Dividende aus.

Im Vergleich zu anderen Anlagealternativen resultieren hieraus gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld äußerst attraktive Renditen. Auf der Hauptversammlung des „Dividendenkönigs“ Allianz am 05. Mai werden Vorstand und Aufsichtsrat beispielsweise eine Dividende von 9,60 Euro je Aktie vorschlagen. Eine Allianz-Aktie kostet aktuell etwa 219 Euro, d.h. die Dividendenrendite beträgt also satte 4,4%. Die Allianz-Aktie war in den vergangenen Monaten zudem noch deutlich günstiger zu haben, so dass – je nachdem zu welchem Preis ein Anleger eingestiegen ist – die Dividendenrendite noch deutlich höher ausfallen wird.

Kein Wunder also, dass die Erwartungen der Aktionäre an die alljährliche Dividendensaison entsprechend groß sind. Vor allem in Pandemiezeiten, in denen viele finanzielle Unsicherheiten befürchten, käme ein derartiges passives Zusatzeinkommen vielen Anlegern gerade recht. Cash, in die Haushaltskasse, als zusätzliche Sicherheit.

Dividendenausschüttungen stehen aber wie erwähnt in direktem Zusammenhang mit der Gewinnentwicklung der Unternehmen. Und hier hat die Corona-Pandemie tiefe Spuren hinterlassen: Der auf die Anteilseigner entfallene Nettogewinn aller 30 DAX-Konzerne ist 2020 nach ersten Prognosen immerhin um fast 50 Prozent eingebrochen. Was also ist von einer Dividendensaison in Pandemiezeiten zu erwarten?

Pandemie als Härtetest für die Dividendenpolitik

Die heiße Phase der diesjährigen Dividendensaison in Deutschland begann bereits am 31. März mit der Hauptversammlung von Daimler. Den Schlusspunkt setzt Volkswagen im Juli. Auch wenn die Bestmarke noch ein ganzes Stück entfernt ist, werden die 30 Dax-Unternehmen in den kommenden Wochen wieder fast 34 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten. Das wäre dann rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Auf die Aktionäre wartet also ein erfreulicher Geldregen – trotz oder gerade wegen der Pandemie!

Wer die Dividende kassieren will, muss die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung des Unternehmens kaufen und am Ende dieses Tages im Depot haben. Gezahlt wird das Geld spätestens am dritten auf die Hauptversammlung folgenden Geschäftstag. Allerdings werden an das Finanzamt (automatisch) etwa 26 Prozent an Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag abgeführt, eventuell kommt Kirchensteuer dazu. Angerechnet wird der Sparerpauschalbetrag.

Dividende als Qualitätsmerkmal?

Nicht alle Unternehmen zahlen Dividenden. Viele erfolgreiche Konzerne, gerade aus dem Technologiebereich – wie z.B. Google –, behalten das Geld lieber im Unternehmen. Aus deren Sicht ist es nämlich nur dann sinnvoll, Geld an seine Anleger auszuzahlen, wenn es das Kapital selbst nicht lukrativer investieren kann, z. B. in das eigene Wachstum. Aktionäre profitieren dann vom steigenden Unternehmenswert (= steigender Aktienkurs), aber eben nicht von Dividendenausschüttungen.

Wachstumsorientierte, risikobereite Anleger verzichten deshalb gerne auf Dividenden und hoffen vielmehr auf üppige Kurssteigerungen. Für substanzwert-orientierte Investoren hingegen hat die Risikominimierung eine hohe Priorität und sie bevorzugen ein verlässliches, passives Zusatzeinkommen aus einer gleichmäßigen Gewinn- und Dividendenentwicklung. Für den Anleger bedeutet das: Um eine geeignete Anlagestrategie zu finden, musst du zuerst deine individuelle Ausgangslage klären. Welcher Anlegertyp bist du? Was sind deine Ziele? In der finCraft-Welt haben wir „Archetypen“ zur Klärung dieser Ausgangsfrage eingeführt.

Welcher Archetyp in dir steckt, erfährst du ab sofort in unserem kostenlosen Selbsttest, also klick dich rein!

Im Kern geht es darum, dieser neuen Generation der digitalen Selbstentscheider nicht nur mit kostenlosem Handel und coolen Trading-Apps endlich den Zugang zu den Börsen zu ermöglichen. Es muss gleichzeitig auch sichergestellt werden, dass sie eigenverantwortlich und kompetent entscheiden und investieren können. Die Neoinvestoren müssen in nachhaltige, langfristig gewinnbringende Bahnen gelenkt werden. Wir bei finCraft nennen das „financial empowerment“ für digitale Selbstentscheider. In anderen Worten: Auf die „Demokratisierung des Börsenhandels“ folgt die „Demokratisierung der Anlageberatung“. Dafür steht finCraft.

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