Hin und Her macht Taschen leer

Hin und Her macht Taschen leer

Vor allem im Zusammenhang mit Geldgeschäften wird dieses Bild immer wieder gerne verwendet, um damit ein gewisses Verhalten der Anleger an den Börsen zu beschreiben, das eher dazu führt, dass Geld verloren anstatt gewonnen wird.

Häufiges Kaufen und Verkaufen ist nichts für Normal-Anleger

Auch wenn es ein „altes“ Sprichwort ist, gewinnt es doch zunehmend wieder an Bedeutung. Studien belegen, dass ein häufiges Kaufen und Verkaufen für Profi-Trader durchaus lukrativ sein kann, für den Normal-Anleger aber großteils nicht aufgeht. Das Börsengeschehen wird häufig falsch eingeschätzt, so dass gerade in schwankenden Zeiten eher Geld verloren statt gewonnen wird. In steigenden Märkten hat es sich nicht selten bewährt, die Füße stillzuhalten und den Markt für sich „laufen“ zu lassen. Selbst in den natürlichen Abschwungphasen muss genau überlegt werden, ob es tatsächlich sinnvoll ist, zu versuchen, den Markt vorherzusehen, denn die Entwicklung der großen Indizes wie eines MSCI World hat gezeigt, dass ein Durchhalten in den letzten 20 Jahren eine solide Rendite gebracht hätte.

Selbst der kurze massive Absturz der Börsen im ersten Pandemiejahr wurde ebenso schnell von den Märkten wieder ausgebügelt. In diesem Fall hätten hektische Verkaufs- und Kaufbewegungen möglicherweise eher zu einer Renditeschwäche geführt.

Für jeden Trade fallen Kosten an

Das Handlungsmuster von schnellen Kauf- und Verkaufsbewegungen führt auch dazu, dass Anleger häufig vernachlässigen, dass jede Transaktion an den Börsen Kosten für den Handel nach sich zieht. Die Gesamtkosten für einen Trade bestehen aus unterschiedlichen Kostenpositionen (z.B. Tradingkosten in Abhängigkeit des Börsenplatzes, Depotkosten, Verwahrkosten, Kosten für das Verrechnungskonto, etc.). Die Kosten unterscheiden sich von Broker zu Broker teils erheblich und sind für den Kunden nicht immer transparent. Daher ist es auch nicht ungewöhnlich, dass die Kosten pro Trade bei Retailbanken durchaus mit 29,- € taxiert werden können.

Online-Broker oder die neuen Neo-Broker sind hier teils vermeintlich günstiger und werben häufig mit „0“ € oder „1“ € Tradingkosten pro Trade. Das klingt zunächst einmal sehr verlockend und fördert nicht selten die Bereitschaft der Kunden, das Volumen der Trades zu steigern. Das hat aber mit einer beratungsgeführten Investmententscheidung nichts mehr zu tun. Lediglich das Ziel der Broker, über hohe Volumina günstigere Preise rechtfertigen zu können, soll erreicht werden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass bislang kein Broker mit diesem Modell nachhaltig Gewinne erzielen kann.

Die Macht der Community

Die neue Art des Social- oder Community-Tradings befeuert diese Entwicklung. In der Community werden Tipps ausgetauscht und „Fachwissen“ präsentiert, das einen eher unerfahrenen Anleger dazu animieren kann, daraufhin aktiv zu werden. Dies führt mitunter zu absurden Marktbewegungen, die fundamental nicht zu begründen sind. Erfahrungsgemäß gibt es immer einige „lautstarke“ Gewinner aber deutlich mehr „schweigende“ Verlierer. Je mehr der Anleger solchen Strömungen folgt, desto mehr läuft er Gefahr, dass die Börsenweisheit des „Hin und Her macht Taschen leer“ bestätigt wird. Eine Vermögensmehrung an der Börse ist besonders in den heutigen Zeiten ein erstrebenswertes Ziel. Der Versuch des Privatanlegers, so zu handeln wie ein Profi, scheitert meist früher oder später.

Beratungslücke muss geschlossen werden

Ganz elementar wichtig erscheint es daher, der Anlegergemeinschaft ein Tool an die Hand zu geben, das ihr hilft, sich zunächst ein Bild davon zu machen, wie das eigene Anlegerprofil aussieht, wie der zeitliche Anlagehorizont aussieht, welcher Betrag investiert werden soll, und vor allem, welches Risiko man in Kauf nehmen möchte.

Die sogenannten „Neo-Investing-Advice“-Tools helfen dem Anleger auch dabei, das Depot während der Laufzeit zu betreuen und auf Veränderungen reagieren zu können. Mit diesem Ansatz kann verhindert werden, dass das eigene Portfolio durch ein wildes Gezocke bei den Anlagekäufen beeinträchtigt wird, womit man auf Dauer erfahrungsgemäß besser fährt.

Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass weder die aktuellen Broker noch die Robo-Advisors diesen Weg gehen. Die Broker zielen darauf ab, dass der Anleger in der Lage ist, zu entscheiden, was er kaufen bzw. verkaufen soll. Den Trigger gibt man gerne mit, aber häufig im Eigeninteresse der Broker. Die Robo-Advisors rühmen sich mit Algorithmen, die sich erst noch unter Beweis stellen müssen, denn fast alle dieser Robos haben es bisher nicht geschafft, die gängigen Vergleichsindizes dauerhaft zu schlagen. Da ist es an der Zeit, dass die Anleger befähigt werden, zu digitalen Selbstentscheidern zu werden und sich ihre eigene Meinung zu bilden.

Hin und Her macht Taschen leer

Vor allem im Zusammenhang mit Geldgeschäften wird dieses Bild immer wieder gerne verwendet, um damit ein gewisses Verhalten der Anleger an den Börsen zu beschreiben, das eher dazu führt, dass Geld verloren anstatt gewonnen wird.

Häufiges Kaufen und Verkaufen ist nichts für Normal-Anleger

Auch wenn es ein „altes“ Sprichwort ist, gewinnt es doch zunehmend wieder an Bedeutung. Studien belegen, dass ein häufiges Kaufen und Verkaufen für Profi-Trader durchaus lukrativ sein kann, für den Normal-Anleger aber großteils nicht aufgeht. Das Börsengeschehen wird häufig falsch eingeschätzt, so dass gerade in schwankenden Zeiten eher Geld verloren statt gewonnen wird. In steigenden Märkten hat es sich nicht selten bewährt, die Füße stillzuhalten und den Markt für sich „laufen“ zu lassen. Selbst in den natürlichen Abschwungphasen muss genau überlegt werden, ob es tatsächlich sinnvoll ist, zu versuchen, den Markt vorherzusehen, denn die Entwicklung der großen Indizes wie eines MSCI World hat gezeigt, dass ein Durchhalten in den letzten 20 Jahren eine solide Rendite gebracht hätte.

Selbst der kurze massive Absturz der Börsen im ersten Pandemiejahr wurde ebenso schnell von den Märkten wieder ausgebügelt. In diesem Fall hätten hektische Verkaufs- und Kaufbewegungen möglicherweise eher zu einer Renditeschwäche geführt.

Für jeden Trade fallen Kosten an

Das Handlungsmuster von schnellen Kauf- und Verkaufsbewegungen führt auch dazu, dass Anleger häufig vernachlässigen, dass jede Transaktion an den Börsen Kosten für den Handel nach sich zieht. Die Gesamtkosten für einen Trade bestehen aus unterschiedlichen Kostenpositionen (z.B. Tradingkosten in Abhängigkeit des Börsenplatzes, Depotkosten, Verwahrkosten, Kosten für das Verrechnungskonto, etc.). Die Kosten unterscheiden sich von Broker zu Broker teils erheblich und sind für den Kunden nicht immer transparent. Daher ist es auch nicht ungewöhnlich, dass die Kosten pro Trade bei Retailbanken durchaus mit 29,- € taxiert werden können.

Online-Broker oder die neuen Neo-Broker sind hier teils vermeintlich günstiger und werben häufig mit „0“ € oder „1“ € Tradingkosten pro Trade. Das klingt zunächst einmal sehr verlockend und fördert nicht selten die Bereitschaft der Kunden, das Volumen der Trades zu steigern. Das hat aber mit einer beratungsgeführten Investmententscheidung nichts mehr zu tun. Lediglich das Ziel der Broker, über hohe Volumina günstigere Preise rechtfertigen zu können, soll erreicht werden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass bislang kein Broker mit diesem Modell nachhaltig Gewinne erzielen kann.

Die Macht der Community

Die neue Art des Social- oder Community-Tradings befeuert diese Entwicklung. In der Community werden Tipps ausgetauscht und „Fachwissen“ präsentiert, das einen eher unerfahrenen Anleger dazu animieren kann, daraufhin aktiv zu werden. Dies führt mitunter zu absurden Marktbewegungen, die fundamental nicht zu begründen sind. Erfahrungsgemäß gibt es immer einige „lautstarke“ Gewinner aber deutlich mehr „schweigende“ Verlierer. Je mehr der Anleger solchen Strömungen folgt, desto mehr läuft er Gefahr, dass die Börsenweisheit des „Hin und Her macht Taschen leer“ bestätigt wird. Eine Vermögensmehrung an der Börse ist besonders in den heutigen Zeiten ein erstrebenswertes Ziel. Der Versuch des Privatanlegers, so zu handeln wie ein Profi, scheitert meist früher oder später.

Beratungslücke muss geschlossen werden

Ganz elementar wichtig erscheint es daher, der Anlegergemeinschaft ein Tool an die Hand zu geben, das ihr hilft, sich zunächst ein Bild davon zu machen, wie das eigene Anlegerprofil aussieht, wie der zeitliche Anlagehorizont aussieht, welcher Betrag investiert werden soll, und vor allem, welches Risiko man in Kauf nehmen möchte.

Die sogenannten „Neo-Investing-Advice“-Tools helfen dem Anleger auch dabei, das Depot während der Laufzeit zu betreuen und auf Veränderungen reagieren zu können. Mit diesem Ansatz kann verhindert werden, dass das eigene Portfolio durch ein wildes Gezocke bei den Anlagekäufen beeinträchtigt wird, womit man auf Dauer erfahrungsgemäß besser fährt.

Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass weder die aktuellen Broker noch die Robo-Advisors diesen Weg gehen. Die Broker zielen darauf ab, dass der Anleger in der Lage ist, zu entscheiden, was er kaufen bzw. verkaufen soll. Den Trigger gibt man gerne mit, aber häufig im Eigeninteresse der Broker. Die Robo-Advisors rühmen sich mit Algorithmen, die sich erst noch unter Beweis stellen müssen, denn fast alle dieser Robos haben es bisher nicht geschafft, die gängigen Vergleichsindizes dauerhaft zu schlagen. Da ist es an der Zeit, dass die Anleger befähigt werden, zu digitalen Selbstentscheidern zu werden und sich ihre eigene Meinung zu bilden.

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