Schaukelbörse bleibt vorerst

Schaukelbörse bleibt vorerst

Mitten in der Sektorrotation, weg von den lange favorisierten Wachstumsaktien (Growth), hin zu jenen aus traditionellen Branchen (Value), stehen Unternehmen aus dem Tech-Bereich ganz besonders unter Beobachtung.

Mit zum Teil gewaltigen Ausschlägen: Der Börsenwert der Facebook-Mutter Meta sackte nach enttäuschenden Quartalszahlen vergangenen Donnerstag im frühen Handel um rund 234 Mrd. Dollar ab. Zum Vergleich: das größte deutsche Unternehmen aus dem DAX kommt auf eine Marktkapitalisierung von insgesamt gerade mal 156 Mrd. €. Ursache für diese Panikattacken ist die Angst vor steigenden Zinsen, weil die Notenbanken zunehmend gezwungen werden die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Wenn die Zinsen aber steigen, so die Furcht, tun sich vor allem diejenigen Unternehmen schwer, die künftiges Wachstum finanzieren müssen – also Tech-Titel.

Die Zeit des billigen Geldes neigt sich dem Ende zu

Seit seinem Rekord von 16 285 Punkten Anfang Januar nähert sich der DAX nach einigem hin und her nun wieder der 15 000-Pukte-Marke, weil die Hoffnung auf einen schnellen Rückgang der Inflationsrate zunehmend schwindet. Jüngster Beleg waren die starken Arbeitsmarktdaten aus den USA vom vergangenen Freitag: der Stellenaufbau und der Lohnzuwachs fielen höher aus als erwartet und haben Befürchtungen einer Lohn-Preis-Spirale aufkommen lassen. In Großbritannien werden bereits die Zinsen erhöht, in den USA ist der erste Schritt im März praktisch sicher. Auch die EZB wird, aufgeschreckt durch die rekordhohen Inflationszahlen im Euroraum, vermutlich noch 2022 die Zinswende einleiten. Eine tiefergehende Überprüfung soll es aber erst im März im Rahmen des nächsten Zinsentscheids geben. Bis dahin herrscht Unklarheit, Gift für den Aktienmarkt.

US-Inflation über 7%?

Vor diesem Hintergrund kommen den US-Verbraucherpreisen für Januar, die am kommenden Donnerstag bekannt gegeben werden, eine zentrale Rolle zu. Die US-Inflation könnte über 7% liegen und würde den Börsen dann unweigerlich den nächsten Dämpfer versetzen. Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen nimmt nun auch hierzulande die Berichtssaison Fahrt auf: Aus dem Dax berichten diese Woche der Laborzulieferer und Diagnostikspezialist Qiagen am Dienstagabend, der Energietechnikkonzern Siemens Energy und die Deutsche Börse am Mittwoch sowie der Industriekonzern Siemens, der Lieferdienst Delivery Hero und der Industriegaskonzern Linde am Donnerstag. Fazit: Nach dem schlechten Jahresauftakt wird es weiter holprig bleiben.

Schaukelbörse bleibt vorerst

Mitten in der Sektorrotation, weg von den lange favorisierten Wachstumsaktien (Growth), hin zu jenen aus traditionellen Branchen (Value), stehen Unternehmen aus dem Tech-Bereich ganz besonders unter Beobachtung.

Mit zum Teil gewaltigen Ausschlägen: Der Börsenwert der Facebook-Mutter Meta sackte nach enttäuschenden Quartalszahlen vergangenen Donnerstag im frühen Handel um rund 234 Mrd. Dollar ab. Zum Vergleich: das größte deutsche Unternehmen aus dem DAX kommt auf eine Marktkapitalisierung von insgesamt gerade mal 156 Mrd. €. Ursache für diese Panikattacken ist die Angst vor steigenden Zinsen, weil die Notenbanken zunehmend gezwungen werden die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Wenn die Zinsen aber steigen, so die Furcht, tun sich vor allem diejenigen Unternehmen schwer, die künftiges Wachstum finanzieren müssen – also Tech-Titel.

Die Zeit des billigen Geldes neigt sich dem Ende zu

Seit seinem Rekord von 16 285 Punkten Anfang Januar nähert sich der DAX nach einigem hin und her nun wieder der 15 000-Pukte-Marke, weil die Hoffnung auf einen schnellen Rückgang der Inflationsrate zunehmend schwindet. Jüngster Beleg waren die starken Arbeitsmarktdaten aus den USA vom vergangenen Freitag: der Stellenaufbau und der Lohnzuwachs fielen höher aus als erwartet und haben Befürchtungen einer Lohn-Preis-Spirale aufkommen lassen. In Großbritannien werden bereits die Zinsen erhöht, in den USA ist der erste Schritt im März praktisch sicher. Auch die EZB wird, aufgeschreckt durch die rekordhohen Inflationszahlen im Euroraum, vermutlich noch 2022 die Zinswende einleiten. Eine tiefergehende Überprüfung soll es aber erst im März im Rahmen des nächsten Zinsentscheids geben. Bis dahin herrscht Unklarheit, Gift für den Aktienmarkt.

US-Inflation über 7%?

Vor diesem Hintergrund kommen den US-Verbraucherpreisen für Januar, die am kommenden Donnerstag bekannt gegeben werden, eine zentrale Rolle zu. Die US-Inflation könnte über 7% liegen und würde den Börsen dann unweigerlich den nächsten Dämpfer versetzen. Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen nimmt nun auch hierzulande die Berichtssaison Fahrt auf: Aus dem Dax berichten diese Woche der Laborzulieferer und Diagnostikspezialist Qiagen am Dienstagabend, der Energietechnikkonzern Siemens Energy und die Deutsche Börse am Mittwoch sowie der Industriekonzern Siemens, der Lieferdienst Delivery Hero und der Industriegaskonzern Linde am Donnerstag. Fazit: Nach dem schlechten Jahresauftakt wird es weiter holprig bleiben.

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