Virus vs Börse, Gegenwart kontra Zukunft

Virus vs Börse, Gegenwart kontra Zukunft

Vor genau einem Jahr beschlossen Bund und Länder das Undenkbare – den ersten Lockdown. Weltweit verbreitet sich der Virus, mit jeder Welle wird der Wirtschaft der Hahn wieder zugedreht. Deutschland befindet sich jetzt mitten in der dritten Welle. Existenzen sind bedroht, eine Pleitewelle droht, Frust und Panik. Und die Börse?

Die Börse feiert seit Wochen einen Rekord nach dem anderen!

Der DAX hat seit dem Corona-Crash über 75 Prozent an Wert gewonnen und steht deutlich über dem Höchstwert vor der Krise. Tesla, Gamestop, Bitcoin… Reihenweise werden Börsenraketen gezündet. Hunderttausende, insbesondere junge Anleger eröffnen erstmals Depots, jeder will dabei sein. Warum? Wohl vor allem weil an der Börse die Zukunft gehandelt wird.

Sicher, der deutsche Aufschwung 2021 wird sich nach hinten verschieben. Die im zweiten Quartal erhoffte kräftige Erholung dürfte nun den steigenden Infektionszahlen und dem absurd langsamen Impftempo in Deutschland zum Opfer fallen. Die globale Industriekonjunktur hingegen trotzt dem Virus. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schätzt, dass die Weltproduktion in diesem Jahr um 6,7 Prozent steigen wird.

Für die USA erwartet die Notenbank Fed für 2021 ein Wachstum von 6,5 Prozent. Mehr noch: für den Herbst wird dort eine Überhitzungsgefahr befürchtet, weil die aufgestaute Konsumnachfrage der US-Verbraucher mit Abflauen der Pandemie einen Nachfrageboom auslösen dürfte. Wenn sich dazu die vollen Wirkungen des gigantischen Konjunkturpakets der Biden-Administration entfalten, könnte so die Inflationsentwicklung leicht außer Kontrolle geraten.

Die Notenbanken haben aber signalisiert, dass sie nicht versuchen werden dieses Risiko mit Zinserhöhungen zu entschärfen. Die Märkte hingegen reagieren bereits, die langfristigen Anleiherenditen steigen nämlich seit Wochen.  

Offensichtlich muss man nicht in der Lage sein, den Aktienmarkt vorherzusagen, um mit Aktien wirklich Geld zu verdienen.
PETER LYNCH

Komplizierte Börsen-Welt. Zu kompliziert?

Weltweit findet die extremste Stimulierung durch Notenbanken und Regierungen statt, die wir in der Wirtschaftsgeschichte jemals gesehen haben. Dass diese nicht frei von „Nebenwirkungen“ sein wird, hat in den vergangenen Wochen kaum jemanden interessiert. Skeptiker aber warnen vor einer Blase. Fest steht: Anlegern und Sparern wird der Diskussionsstoff vorerst also nicht ausgehen. Die Worte "Investieren" und „Börse“ klingen in diesem hektischen Umfeld für viele Menschen immer noch beängstigend.

Der größte Mythos, der noch immer viele Sparer davon abhält, die eigene finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und sich an der Börse zu engagieren, ist vermutlich der weit verbreitete Irrglaube, dass „Geld“ ein kompliziertes Thema sei, das nur Experten verstehen. Und die aktuelle Gemengelage an den Kapitalmärkten scheint dies auch zu bestätigen.

Wie also kann man die eigene „mentale finanzielle Erstarrung“ überwinden? Diejenigen, die es schaffen, ihre finanzielle Verunsicherung zu überwinden und einfach anfangen zu lernen, werden schnell feststellen: Investieren ist keine Raketenwissenschaft. Wer ein paar „goldene Regeln“ im Blick behält, kann bereits die wichtigsten Anlegerfehler vermeiden.

„Goldene Regeln“ für den erfolgreichen Börseneinstieg

-- Investiere nur „freies Kapital“, das über eine Sicherheitsrücklage hinausgeht, und investiere niemals alles. --
Eine der wichtigsten Regeln beim Investieren ist, kein Geld zu investieren, dessen Verlust man sich nicht leisten kann. Dazu gehören beispielsweise die Mietzahlung des nächsten Monats, die nächste Kreditrate oder das Geld, das du für deinen nächsten Urlaub brauchst. Kläre wie viel „Investment“ du dir leisten kannst. Erstelle dir einen groben finanziellen Zeitplan für deine Zukunft, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann du Zugriff auf dein Vermögen benötigst.

-- Diversifiziere dein Portfolio! --
Den gesamten Einsatz auf Tesla! Cool, eine Mega-Rendite. Oder auf einen anderen Börsenstar: alles auf Wirecard! Nicht cool, alles weg… Bei der Portfoliodiversifizierung geht es darum, nicht „alle Eier in einen Korb“ zu legen, um das mit Börseninvestments einhergehende Risiko zu kontrollieren. Du kannst dies auf zwei Arten angehen. Die erste besteht darin, dein Investment auf verschiedene Anlageklassen – wie Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Gold, Immobilien, etc. – zu verteilen. Jede Assetklasse folgt anderen „Spielregeln“. Wenn es in der einen Assetklasse mal nicht so gut läuft besteht die Chance, dass es durch eine andere ausgeglichen wird. Die zweite Maßnahme zur Diversifizierung Deines Portfolios besteht darin, innerhalb jeder Assetklasse eine breite Auswahl an Wertpapieren zu wählen.

Klick dich jetzt durch unsere Sneakpreview! Unsere Plattform unterstützt dich von Anfang an bei deinem Anlageplan - ganz nach deinen Wünschen und deinen finanziellen Möglichkeiten.

-- Lege deine Anlagestrategie fest, schalte Emotionen aus, bleibe „stur“. --
Roland Ullrich bringt es in seinem kürzlich erschienen Buch „Trading-Psychologie für Dummies“ (ISBN 978-3-527-71716-3) auf den Punkt: „Das menschliche Gehirn ist nicht dafür gemacht, erfolgreich an Finanzmärkten zu agieren. Die Gesetze der Börse widersprechen unseren natürlich erlernten Denk- und Verhaltensweisen.“ Also wähle einen zu deiner individuellen Situation passenden „Bauplan“, einen strategischen Investment-Ansatz und halte diesen diszipliniert ein. Ein festes Regelwerk schützt dich nämlich vor Kontrollverlust. Der Schutz deines Depots hat oberste Prioriät.

-- Übernimm die Initiative: Informiere dich und lerne. --
Es ist vor allem Erfahrung, die dir das Vertrauen und das Wissen gibt, das du brauchst, um ein erfolgreicher Investor zu werden. Überlasse das Denken nicht anderen, folge keinem Guru, denn keiner vertritt deine Interessen besser als du selbst. Je weniger Zeit du investieren kannst oder willst, desto einfacher sollte der gewählte Ansatz sein. Oder entwickle dich zum Semi-Pro weiter: Verfolge das Marktgeschehen, informiere dich über die Unternehmen und Wertpapiere, in die du investieren willst, lerne den Umgang mit Analysetools, tausche dich mit Gleichgesinnten aus. Sammle Erfahrungen mit „Muster- oder Spielportfolios“ und starte mit kleinen Investments bis du dich sicher genug fühlst. All das wird dir nicht schwerfallen, weil Börse spannend ist und einfach nur Spaß macht. Wir bei finCraft haben uns zum Ziel gesetzt, dich auf diesem Weg zu unterstützen.

Virus vs Börse, Gegenwart kontra Zukunft

Vor genau einem Jahr beschlossen Bund und Länder das Undenkbare – den ersten Lockdown. Weltweit verbreitet sich der Virus, mit jeder Welle wird der Wirtschaft der Hahn wieder zugedreht. Deutschland befindet sich jetzt mitten in der dritten Welle. Existenzen sind bedroht, eine Pleitewelle droht, Frust und Panik. Und die Börse?

Die Börse feiert seit Wochen einen Rekord nach dem anderen!

Der DAX hat seit dem Corona-Crash über 75 Prozent an Wert gewonnen und steht deutlich über dem Höchstwert vor der Krise. Tesla, Gamestop, Bitcoin… Reihenweise werden Börsenraketen gezündet. Hunderttausende, insbesondere junge Anleger eröffnen erstmals Depots, jeder will dabei sein. Warum? Wohl vor allem weil an der Börse die Zukunft gehandelt wird.

Sicher, der deutsche Aufschwung 2021 wird sich nach hinten verschieben. Die im zweiten Quartal erhoffte kräftige Erholung dürfte nun den steigenden Infektionszahlen und dem absurd langsamen Impftempo in Deutschland zum Opfer fallen. Die globale Industriekonjunktur hingegen trotzt dem Virus. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schätzt, dass die Weltproduktion in diesem Jahr um 6,7 Prozent steigen wird.

Für die USA erwartet die Notenbank Fed für 2021 ein Wachstum von 6,5 Prozent. Mehr noch: für den Herbst wird dort eine Überhitzungsgefahr befürchtet, weil die aufgestaute Konsumnachfrage der US-Verbraucher mit Abflauen der Pandemie einen Nachfrageboom auslösen dürfte. Wenn sich dazu die vollen Wirkungen des gigantischen Konjunkturpakets der Biden-Administration entfalten, könnte so die Inflationsentwicklung leicht außer Kontrolle geraten.

Die Notenbanken haben aber signalisiert, dass sie nicht versuchen werden dieses Risiko mit Zinserhöhungen zu entschärfen. Die Märkte hingegen reagieren bereits, die langfristigen Anleiherenditen steigen nämlich seit Wochen.  

Offensichtlich muss man nicht in der Lage sein, den Aktienmarkt vorherzusagen, um mit Aktien wirklich Geld zu verdienen.
PETER LYNCH

Komplizierte Börsen-Welt. Zu kompliziert?

Weltweit findet die extremste Stimulierung durch Notenbanken und Regierungen statt, die wir in der Wirtschaftsgeschichte jemals gesehen haben. Dass diese nicht frei von „Nebenwirkungen“ sein wird, hat in den vergangenen Wochen kaum jemanden interessiert. Skeptiker aber warnen vor einer Blase. Fest steht: Anlegern und Sparern wird der Diskussionsstoff vorerst also nicht ausgehen. Die Worte "Investieren" und „Börse“ klingen in diesem hektischen Umfeld für viele Menschen immer noch beängstigend.

Der größte Mythos, der noch immer viele Sparer davon abhält, die eigene finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und sich an der Börse zu engagieren, ist vermutlich der weit verbreitete Irrglaube, dass „Geld“ ein kompliziertes Thema sei, das nur Experten verstehen. Und die aktuelle Gemengelage an den Kapitalmärkten scheint dies auch zu bestätigen.

Wie also kann man die eigene „mentale finanzielle Erstarrung“ überwinden? Diejenigen, die es schaffen, ihre finanzielle Verunsicherung zu überwinden und einfach anfangen zu lernen, werden schnell feststellen: Investieren ist keine Raketenwissenschaft. Wer ein paar „goldene Regeln“ im Blick behält, kann bereits die wichtigsten Anlegerfehler vermeiden.

„Goldene Regeln“ für den erfolgreichen Börseneinstieg

-- Investiere nur „freies Kapital“, das über eine Sicherheitsrücklage hinausgeht, und investiere niemals alles. --
Eine der wichtigsten Regeln beim Investieren ist, kein Geld zu investieren, dessen Verlust man sich nicht leisten kann. Dazu gehören beispielsweise die Mietzahlung des nächsten Monats, die nächste Kreditrate oder das Geld, das du für deinen nächsten Urlaub brauchst. Kläre wie viel „Investment“ du dir leisten kannst. Erstelle dir einen groben finanziellen Zeitplan für deine Zukunft, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann du Zugriff auf dein Vermögen benötigst.

-- Diversifiziere dein Portfolio! --
Den gesamten Einsatz auf Tesla! Cool, eine Mega-Rendite. Oder auf einen anderen Börsenstar: alles auf Wirecard! Nicht cool, alles weg… Bei der Portfoliodiversifizierung geht es darum, nicht „alle Eier in einen Korb“ zu legen, um das mit Börseninvestments einhergehende Risiko zu kontrollieren. Du kannst dies auf zwei Arten angehen. Die erste besteht darin, dein Investment auf verschiedene Anlageklassen – wie Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Gold, Immobilien, etc. – zu verteilen. Jede Assetklasse folgt anderen „Spielregeln“. Wenn es in der einen Assetklasse mal nicht so gut läuft besteht die Chance, dass es durch eine andere ausgeglichen wird. Die zweite Maßnahme zur Diversifizierung Deines Portfolios besteht darin, innerhalb jeder Assetklasse eine breite Auswahl an Wertpapieren zu wählen.

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-- Lege deine Anlagestrategie fest, schalte Emotionen aus, bleibe „stur“. --
Roland Ullrich bringt es in seinem kürzlich erschienen Buch „Trading-Psychologie für Dummies“ (ISBN 978-3-527-71716-3) auf den Punkt: „Das menschliche Gehirn ist nicht dafür gemacht, erfolgreich an Finanzmärkten zu agieren. Die Gesetze der Börse widersprechen unseren natürlich erlernten Denk- und Verhaltensweisen.“ Also wähle einen zu deiner individuellen Situation passenden „Bauplan“, einen strategischen Investment-Ansatz und halte diesen diszipliniert ein. Ein festes Regelwerk schützt dich nämlich vor Kontrollverlust. Der Schutz deines Depots hat oberste Prioriät.

-- Übernimm die Initiative: Informiere dich und lerne. --
Es ist vor allem Erfahrung, die dir das Vertrauen und das Wissen gibt, das du brauchst, um ein erfolgreicher Investor zu werden. Überlasse das Denken nicht anderen, folge keinem Guru, denn keiner vertritt deine Interessen besser als du selbst. Je weniger Zeit du investieren kannst oder willst, desto einfacher sollte der gewählte Ansatz sein. Oder entwickle dich zum Semi-Pro weiter: Verfolge das Marktgeschehen, informiere dich über die Unternehmen und Wertpapiere, in die du investieren willst, lerne den Umgang mit Analysetools, tausche dich mit Gleichgesinnten aus. Sammle Erfahrungen mit „Muster- oder Spielportfolios“ und starte mit kleinen Investments bis du dich sicher genug fühlst. All das wird dir nicht schwerfallen, weil Börse spannend ist und einfach nur Spaß macht. Wir bei finCraft haben uns zum Ziel gesetzt, dich auf diesem Weg zu unterstützen.

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